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Holzpilotschule - Schulerweiterung in Berlin von Ziegert Roswag Seiler

Die Konrad-Zuse-Schule in Berlin-Pankow ist eine Berufsschule mit sonderpädagogischem Schwerpunkt und eine Pilotschule für inklusiven Unterricht. Ihr Hauptgebäude bildet ein dreigeschossiger Backsteinbau aus dem späten 19. Jahrhundert – eher preußische Kadettenanstalt denn progressives Schulhaus also. Die Schule benötigte ein neues Werkstattgebäude, das auf dem großen Vorhof zur Hermann-Hesse-Straße entstehen sollte. Das zweistufige Vergabeverfahren konnten ZRS Architekten Ingenieure (Berlin) gewinnen. Sie schlugen ein Gebäude in reiner Holzbauweise vor, das nun fertig gestellt wurde.

Frisch gespannte Holzschale Günter Behnischs Sonnensegel in Dortmund saniert

Im Dortmunder Westfalenpark steht ein kleines, aber umso feineres Werk von Günter Behnisch, das kürzlich denkmalgerecht instand gesetzt wurde. Zusammen mit dem Ingenieur Günter Scholz realisierte Behnisch zur Bundesgartenschau Euroflor 1969 eine leichte Holzschalenkonstruktion, die wie ein aufgespanntes Tuch im Garten wirkt. Das sogenannte Sonnensegel ist eine hyperbolische Paraboloidschale und komplett aus Holz. Es war ursprünglich als temporäre Konstruktion konzipiert, blieb nach der Euroflor jedoch erhalten.

Fünf Typen in Holz und Putz - Wohnquartier von roedig.schop architekten in Berlin-Johannisthal

Berlin-Johannisthal liegt im Berliner Südosten und grenzt an Adlershof. Die Gegend ist eher locker bebaut, aber nicht zuletzt das benachbarte Wissenschaftszentrum sorgt auch hier für eine Tendenz zur Nachverdichtung. Höhere Wohnbauten aus DDR-Zeiten gibt es ohnehin, und daneben natürlich auch Gewerbe. In diesem vielschichtigen Umfeld konnten roedig.schop architekten (Berlin) im Frühjahr ein neues Quartier für die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft HOWOGE errichten.

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Mehr Holz fürs Eisstadion Umbau in Davos von Marques Architekten

Der HC Davos ist mit 31 Titeln Schweizer Rekordmeister und 15-facher Gewinner des Spengler-Cups. Kaum weniger spektakulär als die sportlichen Leistungen ist die Spielstätte des Hockey Clubs, das Eisstadion in Davos. Die Halle entstand 1979 unter Federführung des lokal ansässigen Büros Krähenbühl Architekten und des Bauingenieurs Walter Bieler. Der damals symmetrisch gestaltete Bau besitzt ein aufwendig gekrümmtes, kreuzförmiges Dach, im Innenraum ist die offene Dachkonstruktion mit den markanten Holzrippen aus verleimtem Schichtholz ein echter Hingucker.

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Fahrstuhlschächte aus Holz - Kulturzentrum mit Hotel in Skelleftea von White Arkitekter

Das nordschwedische Skellefteå möchte zu einem international beachteten Hotspot der Nachhaltigkeit werden. Einst lebten die Menschen vom Bergbau, nun wird in neue Technologien investiert. Größter Coup: die Ansiedlung einer Gigafactory mit circa 3.000 Arbeitsplätzen, in der Batterien für die E-Mobilität hergestellt werden. Doch Produktion alleine reicht heute nicht mehr. Deshalb wurde diese Woche ein Kulturzentrum mit Hotel eröffnet. Der fast 80 Meter hohe Turm von White Arkitekter gilt als aktuell zweithöchstes Holzhochhaus weltweit. Ein Besuch vor Ort.

Von Sophie Jung

Vermittlungsraum im Kunstareal - Holzpavillon von Studierenden der TU München

Zwischen Königsplatz und Theresienstraße hat München eine sagenhafte Dichte von 16 Museen und Ausstellungshäusern, rund 40 Galerien und mehreren Hochschulen aufzuweisen. Bereits 2009 haben der Freistaat Bayern und die Landeshauptstadt München vereinbart, die einzelnen Orte und Institutionen besser zu vernetzen und das Gebiet unter dem Begriff „Kunstareal München“ zu etablieren. Zum diesjährigen 5. Kunstareal-Fest eröffnete nun ein weiterer Kulturort temporär seine Türen. Geplant und gebaut hat ihn eine Gruppe von 20 Studierenden der TU München im Rahmen eines Entwurfsstudios.

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Flexibel in Holz - Ausbildungszentrum bei Paris von Atelier WOA

Die Gemeinde Stains gehört zum Département Seine-Saint-Denis, welches wiederum zur Île-de-France, also zum Großraum Paris, zählt. Wie in so vielen Banlieues ist der urbane Raum geprägt von zersiedelten Flächen, bespickt mit den üblichen Plattenbauten und den typischen Industriearealen. Aber auch hier tut sich etwas in Sachen Nachverdichtung: Auf einer ehemaligen Brache hat das Pariser Büro WOA einen Campus entworfen, der mit einer gemischten Nutzung dem urbanen Flickenteppich entgegenzuwirken sucht.

Auf dem Beton von gestern - Wohnhaus von Studio Noun in der Ostschweiz

Nein, Holzbauten mit großen Satteldach-Hüten sind in Obertoggenburg in der Ostschweiz sicher kein seltener Anblick. Das schroffe Gebirgstal, das sich zwischen dem Säntismassiv im Norden und den Churfirsten im Süden durchzieht, scheint auf ganzer Länge gesprenkelt mit kleinen Heustadeln, die sich hier und dort zu Dörfern verdichten. Am nördlichen Rand des Tals haben die jungen Architekten von Studio Noun (Zürich) ihr erstes Projekt realisiert, das sich unauffällig in die traditionelle Bergkulisse einfügt.

Bewegung im Massivholzbau Kindergarten-Erweiterung bei Salzburg von dunkelschwarz

Es gibt Alleinstellungsmerkmale, die zwar faktisch richtig sind, bei denen allerdings trotzdem nicht ganz klar ist, was aus ihnen folgt. Wals-Siezenheim beispielsweise trägt den Titel „größtes Dorf Österreichs“, weil es trotz seiner heute rund 14.000 Einwohner*innen formal nie in den Rang einer Markt- oder Stadtgemeinde erhoben wurde. Dabei gehört die Ortschaft zum erweiterten Stadtgebiet von Salzburg, was für eine gewisse urbane Prägung sorgt – einerseits.

Kolonialismus, Standards und Eigentum - Holzbau auf der Biennale in Venedig

Holzbau gilt als eine der Lösungen für die Klimakrise – von den jüngst stark gestiegenen Marktpreisen einmal abgesehen. Auch auf der diesjährigen Architekturbiennale in Venedig ist Holz ein Thema, hier jedoch begegnet man ihm mit Ambiguität. Der US-amerikanische, der finnische und der japanische Pavillon finden jeweils eigene Zugänge und nehmen auch historische Schattenseiten in den Blick. Zusammen liefern sie wichtige Bausteine für die notwendige Historisierung eines zukunftsträchtigen Materials.

Von Alexander Stumm

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